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Antoniuskolleg Neunkirchen

Aktuelles

Ein kleiner Schritt für eine große Sache - November: ein Monat ohne Abfalleimer

03.10.2018

November: ein Monat ohne Abfalleimer - so steht es bereits im AKalender! Immer wieder fällt uns auf, dass auch an unserer Schule der Müll überhand nimmt, dass Wasserflaschen, Papiertaschentücher, Brötchentüten achtlos weggeworfen, große Pizzakartons aus der Pizzeria um die Ecke in unsere kleinen Abfalleimer gestopft, Mensaservietten überall liegengelassen werden.

Wir werden das Thema "Müll" genauer in den Blick nehmen: Papst Franziskus schreibt in seiner berühmten Schrift "Laudato si":

In seinem Sonnengesang, in diesem schönen Lobgesang, erinnerte der heilige Franziskus uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen. Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat... Wir müssen auch die Verschmutzung in Betracht ziehen, die durch Müll verursacht wird. Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln...Diese Probleme sind eng mit der Wegwerfkultur verbunden, die sowohl die ausgeschlossenen Menschen betrifft als auch die Dinge, die sich rasch in Abfall verwandeln.

Was also können wir in diesem Sinne tun? Wir haben uns entschlossen, ein deutliches Zeichen zu setzen und im November in den Klassenräumen und auf dem Schulhof alle Abfalleimer zu entfernen. In jedem Flur wird es je einen Abfalleimer geben, damit das Fegen der Räume weiterhin durchgeführt werden kann. Jeder andere Abfall soll wieder mit nach Hause genommen werden - in Brotdosen, in Tüten, in der Tasche... Wie in den Alpen: Was auf den Berg mit hochgenommen wird, kommt auch wieder mit nach unten.

Wir werden diese Aktion in den großen Rahmen "Die Schöpfung bewahren" einordnen und uns in diesem Zusammenhang auch mit dem Sonnengesang, den Papst Franziskus erwähnt, beschäftigen, in dem die Erde als Schwester bezeichnet wird.

  • Wir können einen kleinen, aber machbaren Schritt gehen und auf unsere eigene Müllproduktion achten.
  • Wir können Bewusstsein schaffen, wie wir Menschen mit unserer Umwelt, mit unserem Haus, mit "unserer Schwester Erde" umgehen.
  • Wir können auf vielfältige Art Bezüge herstellen zum Konsumverhalten, auch zum Thema Diskriminierung - denn wer räumt in unserer Schule den Müll weg, wer stellt die Stühle hoch, wer putzt, wer repariert, wer sortiert im gelben Büro all die liegen gebliebenen Turnschuhe, Pullover, Jacken, Federmäppchen ...

Es geht also letztlich auch um eine Anspruchshaltung, um vermeintlich Selbstverständliches und nicht zuletzt um die Frage, ob wir mit dem Reichtum, in dem wir leben, verantwortlich umgehen. Das sind hohe Ziele, deshalb der kleine Schritt und der Verzicht auf die Mülleimer in den Klassenräumen und auf dem Schulhof - selbstverständlich nicht in den Toiletten und nicht in einzelnen Fachräumen. Hinzu kommen verschiedene Aktionen, z. B. in der Orientierungsstunde, im Fachunterricht, im Gottesdienst, auf dem Schulhof oder in der Mensa. Gerade die besondere Ausrichtung unserer Mensa lohnt einen Blick! WIR SEHEN NICHT WEG, SONDERN HIN!