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Aktuelles

Menschenrechte brauchen Menschen, die sie verteidigen: Aktion „Schreib für Freiheit!“ des Q2-Französischkurses

14.12.2018

Am 13. Dezember 2018 hat der Französischkurs der Jahrgangsstufe Q2 im Rahmen des diesjährigen sog. „Amnesty-Briefmarathons“ an Schulen an der Aktion „Schreib für Freiheit!“ teilgenommen. Rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember startet „Amnesty International“ traditionell den Briefmarathon – die weltweit größte Briefaktion für Menschen in Not und Gefahr. Dabei schreiben innerhalb weniger Tage Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt Millionen Briefe. Sie drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Menschenrechte verletzt werden, und sie appellieren an Regierungen, diese Rechte zu achten sowie zu Unrecht Inhaftierte freizulassen. Jeder Brief zählt, denn jeder einzelne kann Leben retten, Folter verhindern oder Menschen vor unfairen Prozessen protegieren.

Die Teilnahme am Briefmarathon ist ein Weg, um Bewusstsein für Menschenrechte, Verantwortung und Unrecht zu stärken und für den Wert der Menschenrechte zu sensibilisieren. Zudem bekommen Jugendliche ein Gespür dafür, dass es viele Orte auf der Welt gibt, an denen man für Dinge bestraft wird, die hier als Selbstverständlichkeit gelten (zum Beispiel die Teilnahme an einer Demonstration oder die freie Meinungsäußerung in sozialen Medien). Übrigens zählt der Briefmarathon an Schulen seit 2017 zu den vom Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen empfohlenen Programmen zur Stärkung von Demokratie und Erinnerungskultur.

Die Schülerinnen und Schüler der Q2 lernten im Kontext des aktuellen Unterrichtsthemas (frankophones Afrika, Flüchtlingspolitik, Menschenrechte u. a.) die Situation einzelner Menschen kennen, deren Menschenrechte akut verletzt werden, setzten sich mit den jeweiligen Rechten auseinander, lernten, verschiedene Perspektiven einzunehmen, sich mit unterschiedlichen Meinungen auseinanderzusetzen, und hatten sodann die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und sich direkt für Menschen in Gefahr einzusetzen und zwar in französischer Sprache. Das Briefeschreiben als solches blieb den Schülerinnen und Schülern natürlich selbst überlassen; es war eine freiwillige Aktion.

Die Briefe der Schülerinnen und Schüler vom 13. Dezember 2018 werden gesammelt an „Amnesty International“ und von dort per Post an die zuständigen Institutionen in den jeweiligen Ländern geschickt, sodass bei uns nur das Porto für den Versand an „Amnesty“ entsteht.

Immanuel Kant hat einmal gesagt: „Das Unrecht, das irgendwo auf der Welt einem Menschen widerfährt, empfinde ich als ein Unrecht, das mir selbst widerfährt.“ Wir brauchen eine solche Grundsolidarität mit unseren Mitmenschen, egal in welchem Land sie leben. Eine solche Solidarität erfordert nicht viel Mut, aber den Wunsch, etwas verändern zu wollen.

Julia Schäfer für den Französischkurs der Jahrgangsstufe Q2