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Antoniuskolleg Neunkirchen

7. Workshop "Jazz im Bergischen" am Antoniuskolleg

05.11.2019

Zum 7. Mal in Folge fand in diesem Jahr der Workshop „Jazz im Bergischen“ am Antoniuskolleg statt. Von Silvia Merk organisiert führten sieben Dozenten die insgesamt 49 Teilnehmer*innen drei Tage lang in die musikalische Welt des Jazz ein.

Los ging es am 24. Oktober mit einem Konzert der Dozenten, zu dem alle Teilnehmer, aber auch Außenstehende eingeladen waren. Mit diesem beeindruckenden Einstieg hatten die zukünftigen Jazzmusiker die Chance, sich vor Augen zu führen, was im Bereich des Jazz möglich ist und was die Musikrichtung selber ausmacht. 

Der Workshop selbst begann am darauffolgenden Tag. Nach der Begrüßung startete der Tag für die Teilnehmer*innen mit Instrumentalunterricht. Hierbei wurde das Spielniveau der Musiker*innen bestimmt, um anschließend harmonische Ensembles erstellen zu können. Dabei bestand eine Instrumentalgruppe aus sieben Musikern, also Saxophonisten, Pianisten, Schlagzeugern, Bassisten, Gitarristen, Sänger und melodieführenden Instrumenten, wie Trompeten, Klarinetten und Querflöten. Ein Ensemble, eine sog. „Combo“, sollte jeweils einen Musiker jeder Instrumentalgruppe beinhalten sowie einen Sänger bzw. eine Sängerin.

Nach einer Mittagspause in der Schulmensa, die Verpflegung der Teilnehmer war im Preis des Workshops enthalten, war es dann soweit und die Combos fanden sich mit jeweils einem Dozenten in verschiedenen Räumlichkeiten der Schule ein. So aufgeteilt übten die Gruppen Stücke ein, die am Sonntag nach drei Tagen voller Musik, Schweiß und Vorträgen für alle Interessierten vorgestellt wurden. 

Was die Vorträge anbelangt, so sei zu erwähnen, dass die anstrebenden Jazzmusiker nicht nur praktisch gefördert wurden, sondern auch Gelegenheit hatten, sich theoretisch weiterzubilden. Zu diesem Zweck wurden beim diesjährigen Workshop verschiedene Vorträge zu Themen wie ,,Musik und Nervensystem“, aber auch „Gehörbildung“ und „Melodieführung“ angeboten. Zur Entlastung der Musiker wurden während der Pausen Fitness-Programme angeboten, da, wie jeder Musiker wohl bestätigen wird, die Körperhaltung beim Spielen eines Instruments oder auch durch das stundenlange Stehen stark beansprucht wird. 

Der ursprüngliche Gedanke hinter dem Workshop war es, die Jazz-Szene im Rhein-Sieg-Kreis stärker zu fördern: „Von Leuten aus der Gegend, für Leute aus der Gegend“, wie Silvia Merk treffend beschreibt. Durch Werbung vor allem im Internet ist der Jazzworkshop mittlerweile so bekannt geworden, dass Musiker aus ganz Deutschland teilnehmen. Doch auch vom Antoniuskolleg nahmen dieses Jahr zwei Schüler an dem Projekt teil.

Den Charme des Jazz erzeugt das Zusammenspiel, die Harmonie der Band, in der jeder seinen individuellen Part beiträgt. All das versuchen die Dozenten den Teilnehmern in diesem Workshop zu vermitteln. Es reicht nicht, nur seinen individuellen Part zu spielen, man muss zuhören, den Gesamtklang hören und sich anpassen, ohne seine Individualität zu verlieren. Das gelang allen Teilnehmer*innen des Jazzworkshops 2019 am Antoniuskolleg in ganz besonderer Weise. 

Esthelle Tschense (Q2)

Kurze Eindrücke der Teilnehmer*innen: 

  • „Man hatte wirklich das Gefühl, man bekommt eine Reihe von Verbündeten an die Seite gestellt. Selbst wenn man einen Fehler gemacht hat, war das nicht schlimm, denn das hier war und ist kein Wettbewerb – dein Team fängt dich auf und unterstützt dich.“
  • „Es hat super viel Spaß gemacht. Alle und zwar wirklich alle waren kooperativ, niemand hat gegeneinander gespielt. Ein schönes Miteinander.“
  • „Die Dozenten waren alle super nett, keiner war abgehoben. Sie haben sich auch individuell um einzelne Leute gekümmert.“ 
  • „Die Verpflegung war oberste Klasse. Für jeden Geschmack war etwas da und man ist nie hungrig geblieben.“

Dozenten des Jazzworkshops 2019: Thomas Rückert (Klavier), Anne Hartkamp (Vocal), Ryan Carniaux (Trompete), Hugo Read (Saxophon), Frank Haunschild (Gitarre), Reza Askari (Bass), Jens Düppe (Schlagzeug)