Navigation
Antoniuskolleg Neunkirchen

"Red Hand Day": Ein deutliches NEIN zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten

13.02.2020

Am 12. Februar fand der sogenannte „Red Hand Day“, der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, auch am AK statt. 

Den internationalen „Red Hand Day gibt es seit dem 12. Februar 2002. Damals verabschiedeten die Vereinten Nationen ein Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention. Dieses Zusatzprotokoll war nötig, um Kinder und Jugendliche besser vor Krieg schützen zu können. Trotz des Abkommens gibt es weltweit immer noch rund 250.000 Kinder, die in bewaffnete Konflikte hineingezogen werden. Sie kämpfen an der Waffe für staatliche Armeen oder andere bewaffnete Gruppen oder werden als Spione, Köche oder Lastenträger eingesetzt, was selbsterklärend mit verheerenden Folgen für ihre psychische sowie physische Entwicklung verbunden ist. Meist leiden diese Mädchen und Jungen ein Leben lang unter den furchtbaren Erlebnissen.

Erschreckenderweise ist Deutschland die drittgrößte Rüstungsexportnation der Welt, hinter den USA und Russland. Millionen Kleinwaffen aus deutscher Herstellung landen so in Krisen- und Konfliktgebieten. Diese Waffen eignen sich besonders für Kindersoldaten, da sie klein und leicht handhabbar sind. Bestätigt wird das beispielsweise von Ishmael Beah, ehemaliger Kindersoldat aus Sierra Leone und mittlerweile UNICEF-Botschafter für Kinder im Krieg: „Das [Schnellfeuergewehr] G3 war sehr populär im Krieg in Sierra Leone.“

Anlässlich des internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten forderte das AK die Politik mit dem Symbol der Roten Hand auf, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland keine Waffen mehr in Krisen- und Konfliktgebiete exportiert, in denen Kindersoldaten eingesetzt oder Menschenrechte verletzt werden. Die Vergabe von Waffenproduktionslizenzen in Länder außerhalb von EU und NATO muss komplett gestoppt werden, da die so produzierten Waffen in vielen Fällen in Krisengebiete gelangen.

Viele Schülerinnen und Schüler des AK malten oder druckten deshalb ihren Handabdruck in rot auf ein kreativ gestaltetes Blatt Papier und formulierten darunter eine Forderung an die Bundesregierung in Person der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sofern die Jugendlichen das wünschten, ergänzten sie ihren Handabdruck noch um ihren Vornamen und ihren Wohnort.

Ich freue mich über das rege Engagement und danke besonders dem Q1-Spanischkurs für seine Unterstützung, die Werbung am Tag selbst sowie das Interesse der Schülerinnen und Schüler, sich (passend zu unserer Unterrichtsreihe) aktiv gegen den Einsatz von Kindersoldaten einzusetzen. In Kürze werden die gedruckten Hände an Frau Bundeskanzlerin Merkel verschickt.

Julia Schäfer