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Antoniuskolleg Neunkirchen

Bildungssicherungsgesetz NRW

Aktuelle Informationen über die Auswirkungen des Bildungssicherungsgesetzes NRW (Stand: 08. Mai 2020)

Grundlegendes

  • Bis zu den Sommerferien soll möglichst jede Schülerin und jeder Schüler tageweise „in annähernd gleichem Umfang“ die Schule besuchen können. Präsenzunterricht und das Lernen zu Hause bzw. das Lernen auf Distanz wechseln sich dabei ab und werden „eng aufeinander abgestimmt“. 
  • „Vorrang hat die Durchführung von Abiturprüfungen sowie der schriftlichen Prüfungsarbeiten in Deutsch, Englisch und Mathematik im Abschlussverfahren der Jgst. 10.“ 
  • Abstandsgebote und Hygienevorschriften führen zur Teilung von Klassen und Kursen, so dass die Anzahl der in der Schule anwesenden Schüler auch aufgrund notwendiger Raum- und Lehrerkapazitäten begrenzt ist. 
  • „Der Präsenzunterricht soll in den kommenden Wochen auch dazu dienen, den wichtigen Beziehungskontakt zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften zu sichern und damit auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schülergruppen in den Zeiten von Corona einzugehen. Zudem soll er dazu beizutragen, die Möglichkeiten eines Lernens auf Distanz zu verbessern und entsprechende Grundlagen dafür zu optimieren.“
  • Hinweise zum Verfahren hinsichtlich des Präsenzunterrichtes bei relevanten Vorerkrankungen von Schülerinnen und Schülern bzw. Angehörigen finden sich unter dem Punkt „Beurlaubungen“ auf dieser Seite. 

Sekundarstufe II: Jahrgangsstufe Q1

  • Ab dem 11. Mai 2020 kommen die Schülerinnen und Schüler der Q1, zusätzlich zu den Abiturklausuren und den Prüfungen der Abschlussklasse 10, wieder in die Schule. „Sollten zu diesem Zeitpunkt darüber hinaus räumliche und personelle Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist die Beschulung weiterer Lerngruppen bzw. Jahrgangsstufen möglich.“ 
  • Die Q1 war vor der Schulschließung bereits in der Klausurphase und setzt diese, da sie bereits einige Unterrichtsstunden hatte, infolgedessen ab Mittwoch, 13.5., fort., um die erforderlichen Klausuren zu schreiben.  Im Anschluss daran muss ein gesonderter Stundenplan, angepasst an die Hygieneregeln, erstellt werden. Hier werden wir so viel Unterricht erteilen, wie es uns möglich ist. 
  • Die Schüler und Schülerinnen erhalten am Ende des Halbjahres einen Leistungsnachweis. „Von dem Grundsatz zur gleichwertigen Bildung der Kursabschlussnote aus den Endnoten beider Beurteilungsbereiche (schriftlich / sonstige Mitarbeit), kann in diesem Jahr zugunsten der Schülerin oder des Schülers abgewichen werden.“
  • „Für Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr (…), bei denen eine Leistungsbewertung unter Berücksichtigung von Zeiten des Ruhens des Unterrichts, individueller Quarantänemaßnahmen und Erkrankung nicht möglich ist und aus organisatorischen Gründen nicht herbeigeführt werden kann, ist auf die Benotung des vorangegangenen Halbjahres zurückzugreifen. Dann gelten die Kursabschlussnoten im ersten Halbjahr der Q1 auch als Kursabschlussnoten für das zweite Halbjahr der Q1.“ 
  • „Auf Antrag kann die beiden ersten Halbjahre der Qualifikationsphase wiederholen, wer die dort genannten Voraussetzungen nicht erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler sind über die Vor- und Nachteile einer Wiederholung umfassend zu beraten.“

Sekundarstufe II: Jahrgangsstufe EF

  • Schülerinnen und Schüler der EF „gehen in diesem Schuljahr ohne Versetzung in die Qualifikationsphase über.“
  • „Die zentrale schriftliche Leistungsüberprüfung am Ende der EF entfällt.“ 
  • „Für Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr der Einführungsphase (…), bei denen eine Leistungsbewertung unter Berücksichtigung von Zeiten des Ruhens des Unterrichts, individueller Quarantänemaßnahmen und Erkrankung nicht möglich ist und aus organisatorischen Gründen nicht herbeigeführt werden kann, ist auf die Benotung des vorangegangenen Halbjahres zurückzugreifen. Dann gelten die Kursabschlussnoten im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase auch als Kursabschlussnoten für das zweite Halbjahr der Qualifikationsphase.“
  • In bestimmten Fällen sind mehrere Nachprüfungen für den Erwerb der Schulabschlüsse möglich. 

Sekundarstufe I: Jahrgangsstufen 5 bis 9

  • Aus Gründen des Infektionsschutzes sollen in der Sekundarstufe I feste und permanente Lerngruppen gebildet werden (unter derzeitigem Verzicht auf differenzierenden Unterricht in Religion, Sport und im Wahlpflichtbereich, Ausnahme Fremdsprachen).
  • In der Sekundarstufe I sind keine verpflichtenden schriftlichen Leistungsnachweise mehr vorgesehen. (Ausnahme Jgst. 10) 
  • Grundlage für die Bewertung des zweiten Halbjahres bildet die Gesamtentwicklung über das  Schuljahr unter stärkerer Einbeziehung der Zeugnisnote aus dem ersten Halbjahr.
  • Die Schülerinnen und Schüler gehen ohne Versetzung in die nächst höhere Klasse. (Ausnahme Jgst. 10 s.u.). 
  • Die Klassenkonferenz empfiehlt den Verbleib in der bisherigen Klasse, wenn eine Schülerin oder ein Schüler dadurch besser gefördert werden kann. Die letzte Entscheidung ist aber Sache der Eltern. 
  • „Wiederholt eine Schülerin oder ein Schüler freiwillig das Schuljahr 2019/2020 (…)  soll dies nicht auf die Höchstverweildauer angerechnet werden.“

Sekundarstufe I: Jahrgangsstufe 10 (G9)

  • ​​​​​​„Die Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch beruhen wie die Noten in allen anderen Fächern auf den Leistungen im gesamten Schuljahr. […] 
  • Eine Nachprüfung am Ende der Klasse 10 kann sich ausnahmsweise auch auf Deutsch, Mathematik und Englisch erstrecken. Anders als sonst ist die Teilnahme an Nachprüfungen in mehr als einem Fach möglich. Es gelten die gesetzlich vorgeschriebenen Regeln zur Versetzung und zum Erwerb der Abschlüsse. 
  • Es finden jedoch keine Abweichungsprüfungen statt. 

Beurlaubungen

Vorerkrankte Schüler*innen

Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen haben, entscheiden die Eltern – gegebenenfalls nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt -, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch bei ihrem Kind grundsätzlich möglich ist. Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend. (vgl. Schulmail Nr. 15) In der Folge entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Eine Teilnahme an den Klausuren wird für diese Schülerinnen und Schülern durch besondere Maßnahmen ermöglicht. So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.

Vorerkrankte Angehörige

Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen - insbesondere Eltern, Geschwister - in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine in Bezug auf das Corona-Virus relevante Vorerkrankung besteht, so kann eine Beurlaubung nach § 43 Abs. 4 Satz 1 SchulG NRW durch die Schulleiterin oder den Schulleiter schriftlich erfolgen. Die Beurlaubung kann bis längstens zum 31. Juli 2020 (Ende des Schuljahres 2019/2020) ausgesprochen werden. Sie ist mit einem Widerrufsvorbehalt (§ 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Alt. 2 VwVfG NRW) zu versehen. Die Beurlaubung kann jederzeit durch eine schriftliche Erklärung seitens der Eltern - oder bei Volljährigkeit durch die Schülerin oder den Schüler selbst – aufgehoben werden. Voraussetzung für die Beurlaubung der Schülerinnen und Schülern ist, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die in Bezug auf das Corona-Virus relevante Vorerkrankung ergibt. Ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter diese Vorerkrankung bereits bekannt, so kann von der Vorlage des Attestes abgesehen werden; in diesem Fall ist das Bekanntsein der Vorerkrankung in der schriftlichen Befreiung kurz zu vermerken. Die Schülerin oder der Schüler ist in der Beurlaubung auf mögliche schulische Folgen aufgrund der Beurlaubung aufmerksam zu machen. Mit Blick auf das Erbringen von Prüfungsleistungen verweise ich auf die Ausführungen in der 15. Schulmail vom 18. April 2020.

Quellen

Alle Zitate sind den Mails des Ministeriums für Schule und Bildung NRW entnommen (Mails 15 bis 20): Die Mails finden Sie hier.