Schulsanitätsdienst
Verantwortung übernehmen, helfen und füreinander da sein
Der Malteser Schulsanitätsdienst (SSD) ist ein wichtiger Bestandteil des Schullebens am Antoniuskolleg. Aktuell (Stand: Oktober 2026) engagieren sich 52 Schüler*innen als aktive Schulsanitäter*innen. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler*innen und leisten damit einen direkten Beitrag zu einer sicheren und fürsorglichen Gemeinschaft. Der Schulsanitätsdienst ist weit mehr als Erste Hilfe: Er ist gelebte Verantwortung, gelebte Gemeinschaft und ein konkreter Ausdruck des maltesischen Leitgedankens: „…weil Nähe zählt.“
Der SSD steht damit in besonderer Weise für die zentrale Anliegen des Antoniuskollegs und der Malteser: Lebendiges Miteinander, ganzheitliche Bildung und Leben in Verantwortung. Unsere Schüler*innen sollen nicht allein über Wissen und Fähigkeiten verfügen, sondern lernen, diese auch für andere einzusetzen. Der SSD bietet hierfür ein besonders konkretes und lebensnahes Lernfeld.
Aufgaben: Hilfe leisten und Verantwortung übernehmen
Schulsanitäter*innen übernehmen im Schulalltag eine verantwortungsvolle Aufgabe. Kommt es während der Schulzeit zu einem Unfall, einer akuten Erkrankung oder einem anderen medizinischen Notfall, leisten sie im Rahmen ihrer Ausbildung und ihrer Möglichkeiten qualifizierte Erste Hilfe und betreuen die betroffene Person. Bei bedrohlichen Notfällen wird in Abstimmung mit der Schule der Rettungsdienst alarmiert.
Darüber hinaus wirken unsere Schulsanitäter*innen bei der Unfallverhütung mit und übernehmen bei Sportfesten, Schulveranstaltungen und weiteren schulischen Aktivitäten sanitätsdienstliche Aufgaben.
Seit 2025 werden einige Schulsanitäter*innen zu Juniortrainer*innen aus- und weitergebildet, um in einem Peer-to-Peer-Ansatz alle Schüler*innen des Antoniuskollegs dreimal in deren Schullaufbahn in der Wiederbelebung zu trainieren. Dieses Projekt „Herzensrettung“ verfolgt das Motto „Prüfen – Rufen – Drücken“ (Atmung Prüfen - Notruf kontaktieren - Reanimation starten) und gibt Schüler*innen ab der 7. Klasse die Möglichkeit, in den Stufen Bronze (Herz-Lungen-Wiederbelebung), Silber (Herz-Lungen-Wiederbelebung und Beatmung) und Gold (Herz-Lungen-Wiederbelebung, Beatmung, Einsatz des Defibrillators) das Abzeichen zur Herzensrettung zu erwerben.
Im regulären Schulbetrieb sind die Schulsanitäter*innen in Dienste eingeteilt. Jeweils zwei bis drei Schüler*innen übernehmen gemeinsam den Dienst und sind während ihrer Dienstzeit über eine App durch die Verwaltung erreichbar. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass bei Bedarf schnell Schüler*innen zur Verfügung stehen, die über die notwendige Ausbildung und Handlungssicherheit verfügen.
Im SSD erleben Schüler*innen, dass Verantwortung nicht abstrakt bleibt, sondern dort beginnt, wo ein anderer Mensch Unterstützung benötigt. „Leben in Verantwortung“ wird so zu gelebter Praxis.
Notfall! Was tun?
- Schulsanitätsdienst über Frau Bongartz, Frau Gregorius (Schülersekretariat) oder Frau Wittkowski (Schulsekretariat) alarmieren.
- Telefonische Erreichbarkeit der Eltern klären und aktuelle Telefonnummern möglichst schriftlich mitführen.
- Bei Vorerkrankungen wie beispielsweise Asthma, Diabetes oder Allergien sowie bei vorübergehender Medikation wichtige Notfallhinweise und evtl. Medikamente bzw. deren Beipackzettel mitführen. Im Idealfall wird ein entsprechender Notfallausweis erstellt.
Bitte nicht zum Sanitätsraum gehen, ohne die Schulsanitäter zu verständigen!
Ministerium für Schule & Weiterbildung NRW: Medikamentengabe durch Lehrer*innen
"Aus der gesetzlich vorgegebenen Schulpflicht (§§ 34 ff. SchulG) folgt zugleich eine Fürsorge- und Betreuungspflicht der Schule gegenüber den ihr anvertrauten Schülerinnen und Schülern (§ 57 Abs. 1 SchulG). Diese durch die Lehrkräfte wahrzunehmende Pflicht umfasst allerdings nicht die Durchführung von medizinischen Unterstützungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler.
Im Interesse der Schülerinnen und Schüler können Lehrkräfte solche Tätigkeiten unter bestimmten Voraussetzungen jedoch freiwillig übernehmen."