Die Lateinkurse der Jahrgangsstufe 7 zu Besuch in den Römerthermen Zülpich

Nach einigen Jahren im Archäologischen Park Xanten zog es die 79 Lateinschüler*innen der Jahrgangsstufe 7 und die drei begleitenden Lehrkräfte Herrn Schlick, Herrn Schreiner und Herrn Wippermann diesmal nach Zülpich, in der Hoffnung noch mehr originale Funde und Relikte aus der Römerzeit vorzufinden als in Xanten. Enttäuscht wurde die Hoffnung nicht! 

Doch der Reihe nach: Zunächst fanden sich alle Teilnehmer*innen am 28. Mai 2026 in voller Stärke am Antoniusplatz ein. Da es alle zur Abfahrt drängte, konnte es pünktlich gegen 8 Uhr in Richtung Zülpich losgehen. Nach einer im Vergleich zu Xanten kurzen Fahrt war man pünktlich um 10 Uhr bereit, die Workshops anzutreten. Workshops? Ja, denn im Vorfeld hatten die Schüler*innen die Wahl zwischen drei verschiedenen Workshops gehabt:

  • Mola Rotunda – Bastelt ein römisches Rundmühlespiel. In diesem Workshop lernten die Schüler*innen das römische Rundmühlenspiel kennen und stellten selbst eine handliche Version zum Mitnehmen her.
  • Ordentlich angerührt – Kosmetik nach römischen Rezepten. In diesem Workshop lernten die Schüler*innen römische Kosmetik kennen und stellten einen Lippenbalsam sowie eine gut duftende Rosen-Handcreme her.
  • Ein römisches Notizbuch – Wachstäfelchen bauen. Hier erfuhren unsere Schüler*innen alles rund um das Schreiben im alten Rom und stellten für ihren eigenen Gebrauch selbst eine römische Wachstafel her.

Neben diesem praktischen Teil erhielten wir eine kompakte Führung – jeweils in unseren Workshop-Gruppen – durch die Stätte der alten Thermen. Sehr schön erkennbar waren dabei die aus dem Unterricht bekannten typischen Segmente wie Aufbau und Funktionsweise der Fußbodenheizung und das Bewässerungs- und Abwassersystem. Sogar ein noch verbautes originales Bleirohr war zu sehen und demonstrierte die Fortschrittlichkeit der römischen Bautechnik. Auch Badeutensilien samt kosmetischer Fläschchen waren allesamt in faszinierende Originalform erfahrbar. So wurde die bekannte Lektion in unserem Lehrbuch gleichsam zum Leben erweckt.

Aufgrund des kompakten und kurzweiligen Aufbaus des Tages kamen alle zufrieden und voller neuem Wissen sowie selbst erstelltem Mitbringsel um 14 Uhr wieder am Antoniusplatz in Neunkirchen an.

Als Fazit bleibt die abwechslungsreiche Gestaltung des Tages festzuhalten. Als positive Erfahrung beschrieben die Teilnehmer*innen zudem die Interaktivität samt kleiner Zeitreise: Immerhin hatte am Ende jeder sein eigenes römisches Produkt hergestellt und konnte die originalen Reste der Thermen betrachten und sich in die damalige Zeit hineinversetzen.

Christian Schreiner