Vom 27. Mai bis zum 3. Juni 2026 begab sich eine besondere Gemeinschaft auf eine Reise voller Hilfsbereitschaft, Glaube und Emotionen. Organisiert von den Maltesern und dem deutschen Lourdes-Verein, machte sich ein speziell ausgestatteter Pilgerzug über 26 Stunden auf den Weg nach Lourdes, um kranke Pilger*innen zu begleiten, zu betreuen und ihnen eine unvergessliche Wallfahrt zu ermöglichen.
Mit an Bord war eine Gruppe des Antoniuskollegs: Lehrerin Frau Halft reiste gemeinsam mit den sieben Schüler*innen Leonard Banner, Felix Kuphal, Jana Feldmann, Elisabeth Simon, Friedrich Rendels, Julian Güttl und Manuel Kraus. Mit dabei war auch eine Gruppe von der Partnerschule St.-Bernhard-Gymnasium in Willich, die von Frau von Detten begleitet wurde. Zusammen bildeten sie ein starkes Team, das bereit war, tatkräftig anzupacken und Herzenswärme zu schenken.
Die Tage in Lourdes waren für alle Beteiligten intensiv, lang und oft auch anstrengend. Doch die Müdigkeit trat schnell in den Hintergrund, denn die Stimmung innerhalb der Gruppe war von einem außergewöhnlichen Zusammenhalt geprägt. Man unterstützte sich gegenseitig, wodurch unzählige schöne Erinnerungen entstanden.
Besonders die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Helfer*innen der Malteser hinterließ Eindruck: Der Umgang auf Augenhöhe und eine entspannte Fehlerkultur gaben den Jugendlichen Sicherheit – man hatte das Gefühl, im Dienst der guten Sache eigentlich gar nichts falsch machen zu können. Das Gefühl, Menschen zu unterstützen, die die Reise alleine niemals hätten bewältigen können, gab der Zeit einen tiefen Sinn.
Lourdes zeigte sich als ein faszinierender Ort der Begegnung, an dem Menschen aus aller Länder zusammenströmen. Während in der Heimat die Kirchenbänke oft leerer werden, war in Lourdes eine wachsende, beeindruckende Menschenmenge gläubiger Pilger*innen zu spüren.
Neben den vielseitigen Gottesdiensten und Aktivitäten bildeten die traditionellen Prozessionen einen emotionalen Höhepunkt der Reise. Ein ganz besonderes Privileg wurde der Schülergruppe bei der zweiten Lichterprozession zuteil: Sie durften ganz vorne mitlaufen, die Kerzen tragen und den Pilger*innen den Weg zur Basilika leiten. Inmitten des gemeinsamen Gesangs direkt am Geschehen beteiligt zu sein, war für alle eine einmalige und besondere Erfahrung.
Die Reise hat bei den Jugendlichen Spuren hinterlassen. Ihre persönlichen Zitate spiegeln wider, wie prägend die Tage in Frankreich waren:
„Was mich persönlich sehr bewegt hat, war die Dankbarkeit, die man von einigen Kranken erfahren hat. [...] Ich kam mit einer Dame von den Kranken von einer Messe zurück zum Acceuil. Sie war mir so dankbar, hat dies auch mit Worten ausgedrückt, aber ihr standen sogar schon die Tränen in den Augen. Ich hätte nicht gedacht, dass es für die Kranken so besonders ist, wenn wir ihnen helfen.“
„Die Fahrt war für mich wunderbar. Ich konnte in dieser Woche mental richtig abschalten und den Alltag hinter mir lassen. Durch das viele Helfen hat sich die dort verbrachte Zeit so sinnvoll angefühlt. Es war einfach wunderschön, Menschen, die alleine nicht nach Lourdes hätten kommen können, zu unterstützen.“
„Die Lourdes-Fahrt war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Vor allem die Begegnungen mit den Pilger*innen haben die Woche geprägt und gezeigt, wie wichtig Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung sind. Viele Momente waren bewegend und haben zum Nachdenken angeregt.“
Diese Wallfahrt war weit mehr als nur eine Reise – sie war ein gelebtes Zeugnis von Nächstenliebe und ein Beweis dafür, wie viel Kraft in einer starken Gemeinschaft steckt. Die Erinnerungen und die Dankbarkeit der Kranken werden die Schüler*innen sicherlich noch lange im Alltag begleiten.
Weitere Einblicke und ausführliche Tagesberichte von den Schüler*innen finden sich in den kommenden Tagen immer wieder hier bei unserer Schülerzeitung AKblog. Ein Besuch lohnt sich! (dh)