Überregional beachtetes Konzept: Lehrer des Antoniuskollegs am „Siegburger Konsens“ beteiligt

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Schüler*innen nutzten die Gelegenheit, um Herrn Jansen direkt auf dem Schulhof nach dem „Siegburger Konsens“ zu fragen und mehr über die Initiative zu erfahren.

In der Lokalzeit aus Bonn vom 23. Februar 2026 berichtete der WDR über die Vorstellung des sogenannten „Siegburger Konsens“. Im Mittelpunkt des Beitrags stand unter anderem Michael Jansen, Lehrer am Antoniuskolleg und Mitwirkender im entsprechenden Arbeitskreis.

Ausgangspunkt der Initiative war die zentrale Frage, wie Lehrkräfte mit diskriminierenden Aussagen oder extremistischen Positionierungen im Unterricht umgehen sollen. Diese Frage beschäftigte Lehrkräfte aus Siegburg und Umgebung im Rahmen einer jährlichen Konferenz so intensiv, dass sie einen Arbeitskreis gründeten. Rund 15 Lehrkräfte entwickelten gemeinsam Leitlinien für den schulischen Alltag. Diese sollten sicherstellen, klar Haltung zu zeigen, diese pädagogisch zu verantworten und gleichzeitig ein offenes Verhältnis zu ihren Schüler*innen zu bewahren.

Das Ergebnis der Initiative ist der nun vorgestellte „Siegburger Konsens“. Kern der gemeinsamen Überlegungen sind zentrale Grundsätze für das unterrichtliche und schulische Miteinander:

  • Lehrkräfte müssen nicht in jedem Fall neutral bleiben, insbesondere nicht gegenüber extremistischen oder demokratiefeindlichen Positionen.
  • Sie sollen und müssen klar Haltung zeigen, wenn Grundwerte des demokratischen Zusammenlebens infrage gestellt werden.
  • Gleichzeitig sollen Schüler*innen ermutigt werden, eigene Interessen und Standpunkte zu vertreten – bei gleichzeitiger Bereitschaft, andere Meinungen anzuhören.

Ziel des Arbeitskreises sei es, wie AK-Lehrer Michael Jansen formuliert, Lehrkräften größere Handlungssicherheit zu geben, insbesondere in Situationen, in denen sie bislang Unsicherheit verspürt hätten. Der Konsens trage dazu bei, Positionierungen fachlich fundiert, pädagogisch reflektiert und rechtlich abgesichert vorzunehmen.

Wie im WDR-Beitrag berichtet wurde, stoße der „Siegburger Konsens“ bereits überregional auf Interesse. Der Arbeitskreis erhalte Anfragen von Schulen aus ganz Deutschland, die prüfen würden, die Leitlinien als Orientierung für die eigene schulische Praxis zu übernehmen.

Mit seinem Engagement im Arbeitskreis bringt Michael Jansen die Perspektive des Antoniuskollegs in diesen Diskurs ein und wirkt damit über die Schule hinaus an der Weiterentwicklung demokratischer Bildungsarbeit mit. Informationen zum „Siegburger Konsens“ gibt es auf der Internetpräsenz der Stadt Siegburg. (sp)