Willkommen zur Ausstellung „Emotionen“ in der Kapelle

Zu Beginn des Jahres 2026 organisierten der Leistungskurs Kunst von Frau Emans sowie Marit Kemmerling (Schülerin der Klasse 10 ) eine Ausstellung in der Kapelle. Vom 02. bis zum 13. Februar durften die Besucher*innen eine beeindruckende Zusammenstellung selbst gefertigter Tonplastiken bewundern, die sich mit dem Thema „Emotionen“ auseinandersetzten. Ergänzt wurden die ausgestellten Plastiken durch passende Gedichte.

Die Ausstellung trug das Motto: „Wo Form und Wort sich begegnen, entsteht ein neuer Zugang zu Gefühl und Bedeutung.“ Oft war istso, dass Emotionen sich nicht nur in Worten ausdrücken lassen; sie finden ihren Platz in Haltungen, Bewegungen und der Spannung des Körpers. Das wurde auch in der Kapelle deutlich. Die Ausstellung lud die Besuchenden ein, Gefühle nicht nur zu lesen, sondern sie durch Form und Raum intensiv zu erleben.

Die ausgestellten Werke entstanden aus der kreativen und intensiven Arbeit des Leistungskurses und verbanden plastische Kunst mit lyrischen Texten. Den Ausgangspunkt bildeten dabei die selbst gestalteten Plastiken, die über mehrere Unterrichtsstunden hinweg entwickelt worden waren. Die Aufgabe bestand darin, eine Emotion hauptsächlich durch Körperhaltung und Gestik darzustellen, wobei der Gesichtsausdruck bewusst in den Hintergrund trat. So entstanden Werke, die unterschiedliche emotionale Zustände wie Schmerz, Einsamkeit, innere Anspannung und Verletzlichkeit thematisierten. Jede Plastik stand unabhängig für sich und wurde ohne Bezug zu Sprache oder Text geschaffen.

Die Verbindung zur Lyrik entstand im Anschluss, als Marit ihre selbstgeschriebenen Gedichte, die sie in ihrer Freizeit verfasst hatte, einbrachte. Die Gedichte und Plastiken waren jeweils eigenständige Werke, die nicht ursprünglich füreinander gedacht waren. Gemeinsam überlegten sie, welches Gedicht in seiner Stimmung und Aussage zu welcher figürlichen Plastik passte. Diese Zuordnung führte zu neuen dialogischen Beziehungen zwischen Wort und Form.

Die Ausstellung war als Rundgang gestaltet und lud alle Schüler*innen ab der 8. Klasse ein, die Verbindung zwischen Körper, Gefühl und Sprache zu erkunden. Sie bot den Besucher*innen die Möglichkeit, eigene Emotionen, Gedanken und Interpretationen zuzulassen und in die vielfältige Welt der Gefühle einzutauchen. 

Marit Kemmerling (10b) und Kunst-LK Q1 bei Brunhild Emans